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Vitamin D Mangel Symptome

Vitamin D Mangel Symptome

Im Sommer verbringen wir mehr Zeit im Freien und genießen die frische Luft. Nach einem entspannten Spaziergang oder einer Runde Joggen fühlt man sich immer gleich frischer und voller Energie. In den kalten Herbst- und Wintermonaten fühlt man sich bei dem schlechten Wetter dagegen gleich abgeschlagen und kommt kaum aus dem Bett. Wir verbringen die meiste Zeit in geschlossenen Räumen und haben keine Lust, nach draußen zu gehen.

Da Vitamin D mithilfe der Sonneneinstrahlung und vor allem von der Haut produziert wird, könnte ein Vitamin-D-Mangel der Grund für die Abgeschlagenheit sein. Allerdings können auch Krankheiten sowie die Einnahme bestimmter Medikamente Ursachen für den Vitamin-D-Mangel sein. Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit entsteht ein erhöhter Bedarf nach Vitamin D. Doch wie erkennt man einen Vitamin-D-Mangel? Welche Symptome deuten auf einen Vitamin-D-Mangel hin? Nachfolgend erfährst du mehr zu diesem Thema.

Wenn du befürchtest, an einem Vitamin-D-Mangel zu leiden, solltest du dich von einem Arzt untersuchen lassen. Ein Test bringt gegebenenfalls Klarheit. Doch woran erkennst du überhaupt, dass es sich um einen Vitamin-D-Mangel handeln könnte? Da der Körper das Sonnenvitamin für verschiedene Vorgänge benötigt, können auch viele unterschiedliche Symptome auf einen Mangel hindeuten.

Hier eine Übersicht der möglichen Vitamin-D-Mangel-Symptome:

  • Geschwächtes Immunsystem und erhöhte Infektanfälligkeit
  • Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose
  • Osteoporose
  • Osteomalazie bei Erwachsenen
  • Rachitis bei Kindern
  • Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Muskelschmerzen
  • Migräne
  • Gliederschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Knieschmerzen
  • Stoffwechselerkrankungen wie Typ-2-Diabetes
  • Atemwegserkrankungen wie Asthma
  • Hautprobleme
  • Haarausfall und brüchige Nägel
  • Schlafstörungen und hohes Schlafbedürfnis
  • Depressionen und Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Überfunktion der Nebenschilddrüse
  • Heißhungerattacken
  • Verringerte Fruchtbarkeit

Geschwächtes Immunsystem bei Vitamin-D-Mangel

Die körpereigenen Abwehrstoffe besitzen eine antibakterielle und antivirale Wirkung. Genau aus diesem Grund ist Vitamin D für das Immunsystem so wichtig, denn es regt die Produktion dieser Abwehrstoffe an. Vitamin D besitzt ebenfalls antientzündliche Wirkungen und kann Autoimmunerkrankungen vorbeugen. Da zahlreiche körperliche Funktionen bei einem Vitamin-D-Mangel eingeschränkt sind, ist der Körper für Infekte und andere Erkrankungen deutlich anfälliger. Daher könnten beispielsweise häufig auftretende Erkältungen ein Symptom für einen Vitamin-D-Mangel sein.

Vitamin-D-Mangel und Depression

Forscher vermuten, dass der sogenannte Winterblues mit einem Vitamin-D-Mangel in Verbindung stehen oder zumindest von diesem befeuert werden könnte. Mit dem niedrigen Gehalt an Sonnenvitamin im Blutspiegel könnte nämlich auch die Stimmung während der kalten Jahreszeit in den Keller rutschen. Ob allerdings der Vitamin-D-Mangel die Ursache oder die Folge ist, bleibt größtenteils immer noch ungeklärt. Es muss noch gründlicher erforscht werden, ob eine erhöhte Zufuhr an Vitamin D bei Depressionen tatsächlich helfen könnte.

Konzentrationsprobleme und Müdigkeit

Vor allem in der Herbst- und Winterzeit sind wir aufgrund der Dunkelheit und dem ausgeschütteten Melatonin oft müde und können uns nur schlecht konzentrieren. Das sind typische Symptome für einen Vitaminmangel.

Muskelprobleme bei Vitamin-D-Mangel

Müde und kraftlos fühlt man sich auch deshalb, weil Vitamin D so wichtig für Muskeln ist. Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Muskelschmerzen sowie Muskelspannung könnten also weitere Symptome für einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel sein.

Schlafstörungen und Vitamin-D-Mangel

Laut Untersuchungen iranischer Wissenschaftler aus dem Jahr 2017 steht der Vitamin-D-Spiegel mit der Schlafqualität in Verbindung. Sie stellten fest, dass sich ein Vitamin-D-Mangel auf den Schlaf auswirken könne und die regelmäßige Einnahme des Vitamins für ein besseres Durchschlafen sorge. Aus den Untersuchungen ging ebenfalls hervor, dass sich die am Tag leistungsfähigeren Probanden über eine verlängerte Schlafdauer freuen konnten.

Osteomalazie und Osteoporose

Langfristig kann ein Vitamin-D-Mangel der Muskulatur und den Knochen schaden. So können Muskelschwäche und Knochenschmerzen Symptome für eine Osteomalazie bzw. eine Knochenerweichung sein. Im höheren Alter kann sich auch Osteoporose entwickeln – die Knochen werden also brüchiger.

Rachitis bei Kindern

Da Vitamin-D-Mangel bei Neugeborenen und jungen Kindern zu einer Störung des Wachstumsprozesses der Knochen und dauerhaften Skelettverformungen führen kann, verschreiben Kinderärzte im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen entsprechende auf Säuglinge abgestimmte Vitamin-D-Präparate. Aus diesem Grund tritt Rachitis in Deutschland äußerst selten auf.

Multiple Sklerose und Vitamin-D-Mangel

Ein dänisches Forschungsteam hat im Jahr 2017 herausgefunden, dass eine unzureichende Vitamin-D-Zufuhr bei Neugeborenen mit einem Risiko für Multiple Sklerose in Verbindung stehe. Den Untersuchungen nach ist eine Vitamin-D-Versorgung während der Schwangerschaft ebenfalls wichtig für die Entwicklung des Kindes.

Diabetes als Folge von Vitamin-D-Mangel

Eine unzureichende Versorgung mit Vitaminen kann auch zu schlechten Blutzuckerwerten führen. Erhöhte Blutzuckerwerte machen die Betroffenen anfälliger für Entzündungen und können langfristig eine Insulinresistenz und Diabetes-Typ-2 verursachen.

Heißhungerattacken und Vitamin-D-Mangel

Dieses Gefühl kennen die meisten und vor allem Frauen klagen oft darüber. Sollten Heißhungerattacken tatsächlich öfter auftreten, könnte dies ein Symptom für einen Vitamin-D-Mangel sein. Das liegt daran, dass dem Körper ein lebenswichtiges Vitamin bzw. Hormon fehlt und er diesen Mangel über den Magen signalisiert. Vor allem wenn der Heißhunger vermehrt im Februar oder März auftritt, könnte dies ein Signal für Vitamin-D-Mangel sein.

Verringerte Fruchtbarkeit

Laut Forschern der Universität Graz und ihren Untersuchungen aus dem Jahr 2012 könne auch die Fruchtbarkeit durch eine unzureichende Versorgung mit Vitamin D beeinträchtigt werden. Aus den Untersuchungen ging hervor, dass der niedrige Vitamin-D-Spiegel sowohl bei Frauen als auch bei Männern die Produktion der Sexualhormone einschränke und sich negativ auf die Samenqualität und die Schwangerschaftsrate auswirke. Den Forschern zufolge liege das daran, dass Vitamin D unter anderem für die Produktion von Östrogen, Testosteron sowie Eierstöcken verantwortlich und an der Entstehung der Eizellen beteiligt ist.

Quellen:

Robert Koch-Institut (RKI), 2019: „Antworten des Robert Koch-Instituts auf häufig gestellte Fragen zu Vitamin D“

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Vitamin_D/Vitamin_D_FAQ-Liste.html;jsessionid=B7FC0797C0A420CF0A652EA5D06D2EB6.internet092

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), 2019: „Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D“

https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vitamin-d/

 

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