Eine gesunde Darmflora ist ausschlaggebend für unsere Gesundheit. Wenn die Darmflora jedoch durch Ursachen wie Stress, ungesunde Ernährung oder Medikamente geschädigt wird, treten typische Symptome wie Durchfall, Verstopfung oder Blähungen auf. Erfahre in diesem Artikel, wie du deine Darmflora wieder aufbauen kannst.

Neben den offensichtlichen Folgen einer gestörten Darmflora gibt es auch andere Anzeichen bzw. Krankheiten, die direkt oder indirekt mit dem Darm in Verbindung stehen. Zu diesen gehören oft Müdigkeit, Immunschwäche, Allergien, Rheuma, Neurodermitis und sogar Depressionen.

Auch wenn viele nur ungern über den Darm und die damit verbundenen Erkrankungen sprechen, darf dieses Thema kein Tabu sein. Eine gesunde Darmflora ist für Menschen überlebenswichtig. Erfahre, wie du eine gesunde Darmflora aufbauen und erhalten kannst.

Unser Darm ist 5 bis 7 Meter lang, was ihn zum größten Organ macht. In einer ausgeglichenen Darmflora befinden sich 100 Millionen Nervenzellen und um die 100 Billionen mikrobielle Organismen wie Viren, Pilze und Bakterien. Eine gesunde Darmflora besteht aus 85% nützlichen und 15% schädlichen Bakterien. Die etwa bis zu 1000 Arten unterschiedlicher Bakterien wiegen zusammen etwa 2 Kilogramm.

Nur eine gesunde Darmflora ermöglicht es uns, Nahrung aufzunehmen und diese wirksam zu verdauen. Dazu sind sowohl die nützlichen als auch die schädlichen mikrobiellen Organismen im Darm nötig. Die sogenannten schlechten Bakterien verhelfen dem Darm dazu, seine Abwehr zu stärken. Das ist ausgesprochen wichtig, dann ein großer Teil unseres Immunsystems liegt im Darm.

Was ist eine Dysbiose?

Wenn die Darmbakterien im Gleichgewicht sind, halten die guten Bakterien die schädlichen in Schach und verhindern die Ausbreitung von unerwünschten Keimen. Sollte dieses Gleichgewicht gestört werden bzw. die Anzahl der guten Bakterien oder die Vielfalt der Mikroorganismen abnehmen, sprechen Mediziner von Dysbiose.

Was stört eine gesunde Darmflora?

Mögliche Ursachen für eine gestörte Darmflora sind u.a.:

  • Schlechte Ernährungsgewohnheiten und ungesundes Essen

Im stressigen Alltag nehmen sich vor allem berufstätige Menschen immer weniger Zeit, um die täglichen Mahlzeiten vorzubereiten und bewusst zu essen. Das führt meist dazu, dass sie kalorienreiche Mahlzeiten und zu große Portionen zu sich nehmen. Solche Ernährungsgewohnheiten führen zu Verdauungsproblemen.

  • Stress

Auch wenn es bei vielen Menschen unbewusst vorkommt, führt Stress oft zur Steigerung der natürlichen Darmbewegung und löst Durchfall aus. Andererseits kann chronischer Stress die Verdauung verlangsamen und sogar Verstopfung verursachen.

  • Arzneimittel

Verschiedene Medikamente können ebenfalls die gesunde Darmflora angreifen. Als Nebenwirkung von Medikamenten können sowohl Durchfall als auch Verstopfung auftreten.

Besonders Antibiotika, die bei bakteriellen Infektionen verschrieben werden, können nicht zwischen schlechten und guten Bakterien unterscheiden. Aus diesem Grund muss die Darmflora nach einer Antibiotika-Behandlung intensiver aufgebaut werden.

  • Lebensmittelunverträglichkeit

Es sind Lebensmittelunverträglichkeit und Lebensmittelallergie zu unterscheiden. Bei beiden wird die gesunde Darmflora gestört, doch bei einer Allergie kann es auch zu anderen Problemen kommen.

Weitere Ursachen von Darmproblemen können Infektionen, Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa sowie Zöliakie und viele andere sein. Unklare Ursachen sollten vor einer Behandlung unbedingt vom Arzt geklärt werden.

Was sind die Symptome einer unausgeglichenen Darmflora?

Es gibt viele Anzeichen für eine gestörte Darmflora, die nicht ignoriert werden dürfen. Ansonsten kann es zu zahlreichen chronischen Erkrankungen kommen. Symptome für eine unausgeglichene Darmflora sind unter anderem:

  • unreine Haut
  • grippale Infekte
  • Bronchitis oder Asthma
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Müdigkeit
  • Allergien
  • Depressionen
  • Pilzerkrankungen
  • Immunschwäche
  • Verstopfung oder Durchfall

Wie kann ich die Darmflora nach einer Antibiotika-Behandlung aufbauen?

Eine durch Antibiotika verursachte gestörte Darmflora kann mit Probiotika aus der Apotheke behandelt werden. Probiotika enthalten Mikroorganismen in magensaftresistenten Kapseln und zwar in hoher Dosierung. Studien zufolge sind sie nach einer Antibiotika-Therapie bei der Wiederherstellung des Gleichgewichts der Darmflora sehr erfolgreich. Meistens verschreiben Ärzte zum Antibiotikum auch gleich die Probiotika.

Die Probiotika Kapseln Komplex mit Inulin von Casida sind in der Apotheke erhältlich und dienen der Stärkung der Darmflora und des Immunsystems. Die hochdosierten Kapseln enthalten 16 ausgewählte Bakterienstämme der natürlichen Darmmikrobiota und Bio Inulin. Der Aufbau der Darmflora wird durch die sinnvolle Kombination dieser Bakterienstämme unterstützt. Die Kapseln von Casida sind frei von Konservierungsstoffen, Aromen, Farbstoffen, Stabilisatoren, Gelatine, Laktose sowie Gluten und werden zu 100% vegan hergestellt.

Die Darmflora lässt sich auch erfolgreich mit probiotischen Lebensmitteln aufbauen, da diese einen positiven Effekt auf die Darmflora und das Immunsystem ausüben. Die wichtigsten probiotischen Bakterien sind die Milchsäurebakterien, weil sie säuretolerant sind und sich im Darm verteilen können.

Probiotische Lebensmittel sind bei Verdauungsbeschwerden, Durchfall oder Verstopfung hilfreich. Außerdem stärken sie die psychische Gesundheit und die Abwehrkräfte.

 

  1. Joghurt gehört zu den wichtigsten probiotischen Lebensmitteln. Diese Probiotikaquelle wird durch die Milchsäurebakterien fermentiert und ist lange haltbar. Der regelmäßige Konsum von Joghurt baut die Darmflora auf, hilft gegen Verdauungsbeschwerden und kann sogar Bluthochdruck vorbeugen und die Knochendichte verbessern.

 

  1. Kefir gehört ebenfalls zu den probiotischen Lebensmitteln, bei dessen Herstellung Milchsäurebakterien und die sogenannte Kefirknolle hinzugefügt werden. Kefir hat sogar noch mehr probiotische Bakterien als Joghurt und ist auch für laktoseintolerante Menschen verträglich. Dank des hohen Folsäuregehalts ist er auch für Schwangere äußerst gesund.

 

  1. Lebende probiotische Bakterienkulturen sind auch im Sauerkraut enthalten. Rohes Sauerkraut hilft die Darmflora aufzubauen, wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus und fördert Blutbildung und Zellerneuerung. Neben den probiotischen Milchsäurebakterien befindet sich im Sauerkraut auch eine hohe Konzentration an Vitamin B12, Vitamin C und Ballaststoffe.

 

  1. Die japanische Gewürzpaste Miso wird aus Sojabohnen und Reis oder Gerste gewonnen. Im traditionell hergestellten Miso befinden sich neben probiotischen Milchsäurebakterien auch Proteine und Ballaststoffe.

 

  1. Salzgurken haben einen hohen Gehalt an probiotischen Milchsäurebakterien, die für eine gesunde Darmflora sorgen. Allerdings enthalten die meisten Gurken aus dem Supermarkt keine lebenden Milchsäurebakterien, denn sie wurden durch die Zugabe von Essig hergestellt. Es müssen also echte eingelegte Gurken sein.

 

  1. Während der Gärung von Äpfeln bilden sich viele Milchsäurebakterien. Apfelessig gehört deshalb zu den probiotischen Lebensmitteln, die die Darmflora wieder aufbauen können. Außerdem ist Apfelessig auch gegen Gicht und Arthritis sowie Erkältungen nützlich.

 

  1. Bei Käse gilt: Je älter, desto mehr probiotische Bakterien. Allerdings enthalten nicht alle Käsesorten lebende Milchsäurebakterien, sondern vor allem die Sorten Cheddar, Gruyère, Gouda, Mozzarella und Parmesankäse. In Käse befinden sich ebenfalls Vitamin A, Vitamin B2, Eiweiß und Kalzium.

 

  1. Das koreanische Gericht Kimchi hilft ebenfalls, eine gesunde Darmflora zu erhalten. Es ist eine Mischung aus fermentiertem Chinakohl, Ingwer, Knoblauch, Fischsauce und Chiliflocken.

Gesundheitstipp des Vivantes Klinikum Berlin: Präbiotika und Probiotika

Was kann ich noch für eine gesunde Darmflora tun?

Um die Darmflora aufzubauen und sie gesund zu halten, sind ebenfalls ausreichend Schlaf und so wenig Stress wie möglich von großer Bedeutung. Der Abbau von Stress und das Abschalten für einen gesunden Schlaf wirken sich nachweislich positiv auf die Darmflora aus.

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Aufbau der Darmflora ist die regelmäßige Bewegung. Außerdem sollte auf das Rauchen, Kaffee, Alkohol und Fett sowie Zucker möglichst verzichtet werden.

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