Diabetes mellitus Typ 2 – Magnesium erhöht die Insulinsensitivität

Natürlich ist die schädigende Wirkung von Zucker bekannt und selbstverständlich weiß man, wie wichtig Bewegung zur Senkung des Blutzuckerspiegels ist. Hochwertige Fette, der Verzicht auf Nikotin und Alkohol, ausreichend Schlaf und eine insgesamt gesunde Lebensführung tragen zur Gesunderhaltung des Körpers und Vermeidung von Diabetes mellitus Typ 2 bei.

Was aber, wenn der Blutzuckerspiegel trotz einer gesunden Lebensweise mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung im kritischen Bereich liegt?
Zum Weltdiabetestag geben wir Ihnen einige Tipps, damit Sie lang und unbeschwert Ihr Leben genießen können – möglichst frei von Diabetes-Symptomen.

Statistik und Risikofaktoren

In Deutschland leben laut der Deutschen Diabeteshilfe aktuell mehr als 6 Millionen Menschen mit Diabetes, davon leiden mehr als 90 Prozent an Diabetes mellitus Typ 2. Gegenüber 1998 ist dies eine Steigerung um 38%. Jeden Tag erkranken fast 1.000 weitere Menschen an dieser heimtückischen Krankheit.

Als Risikofaktoren werden die familiäre Veranlagung, Übergewicht und fehlende Bewegung angeführt. Ein Mangel am Mineralstoff Magnesium erhöht nach neuesten Erkenntnissen das Risiko, an Diabetes zu erkranken. In vielen Untersuchungen wurde ein verringerter Magnesiumspiegel im Blut von Typ 2-Diabetikern nachgewiesen. Eine Ursache für diesen Mangel ist die infolge des erhöhten Blutzuckerspiegels verstärkte Ausscheidung über die Nieren, die zu einem Magnesium-Verlust führen kann. Andererseits meiden viele Diabetiker kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte oder Hülsenfrüchte, die einen hohen Magnesiumgehalt aufweisen.

Exkurs: Was passiert bei Diabetes mellitus Typ 2 in den Körperzellen?

Im gesunden Körper produziert die Bauchspeicheldrüse ausreichend Insulin, damit der Zucker (Glukose) aus der Nahrung in die Körperzellen aufgenommen werden kann. Dort wird die Glukose zusammen mit Sauerstoff zur Energiegewinnung genutzt. Ist der Blutzuckerspiegel latent erhöht, sprechen die Zellen immer schlechter auf Insulin an – es kommt zu einer sogenannten Insulin-Resistenz. Der Blutzucker kann nicht mehr optimal in die Zellen aufgenommen werden. In der Folge fehlt es an Energie und der Zuckerspiegel im Blut bleibt erhöht. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) „verzuckern“, was im Blutbild an einem erhöhten HbA1c-Wert („Langzeit-Zuckerwert“) erkennbar wird. Die Bauchspeicheldrüse muss immer mehr Insulin produzieren, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Diese dauerhaft hohe Leistung führt nach einer gewissen Zeit zur Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas-Insuffizienz) und somit zu einem absoluten Insulinmangel. Es kommt zu einer Störung des körpereigenen Regulationssystems für die Steuerung des Blutzuckerspiegels. Ein erhöhter Blutzucker kann zu Schäden an Nerven und Gefäßen führen, die sich in Sehstörungen, Missempfindungen und Schmerzen in Füßen und Händen sowie Nierenschäden äußern.

Unterstützung des Körpers durch eine ausgewogene Magnesiumversorgung

Magnesium kann die Insulinsensitivität der Zellen erhöhen und die Aufnahme von Glukose aus dem Blut in die Zellen verbessern. Somit spielt es eine zentrale Rolle bei der Vorbeugung einer Insulinresistenz. Gerade in Zeiten eines erhöhten Magnesiumbedarfs wie in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei intensiver körperlicher Betätigung beim Sport oder im Beruf sowie in Zeiten mit hoher psychischer Anspannung und Stress ist eine ausreichende Magnesiumzufuhr eine bedeutende Vorsorgemaßnahme. Verschiedene Arzneimittel und Medikamente wie zum Beispiel Entwässerungsmedikamente (Diuretika), Magensäureblocker (Protonenpumpenhemmer) oder Abführmittel (Laxanzien) können in den Magnesiumhaushalt eingreifen. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Organe brauchen Magnesium Diabetes Magnesimmangel Knochen Muskeln

Bitte beachten Sie, dass erste Anzeichen eines Magnesiummangels durch einen Arzt abgeklärt werden sollten:

  • Wadenkrämpfe,
  • Lidzucken,
  • Kribbeln in den Fingern oder
  • Müdigkeit

Wie kann man Magnesium am besten aufnehmen?

Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt bei 300 bis 400 mg je nach Alter und Geschlecht. Grundsätzlich empfehlenswert ist eine Versorgung mit Magnesium über eine ausgewogene Ernährung.

Empfehlungen für magnesiumreiche Nahrungsmittel (Angaben pro 100 g, sofern nicht anders angegeben):

  • Kürbiskerne: ca. 500 mg
  • Sonnenblumenkerne: ca. 400 mg
  • Cashewnüsse: 250 mg
  • Sojabohnen: ca. 220 mg
  • Heilwasser (pro Liter): ca. 100 bis 300 mg
  • Erdnüsse: ca. 160 mg
  • Haferflocken: ca. 130 mg
  • Bohnen (weiß): ca. 130 mg
  • Erbsen: ca. 120 mg
  • Schokolade (mind. 40% Kakaoanteil): ca. 100 mg
  • Vollkornbrot: ca. 90 mg
  • Spinat: ca. 60 mg
  • Emmentaler: ca. 30 mg
  • Bananen: ca. 30 mg

Organische Magnesiumprodukte als Nahrungsergänzungsmittel

Magnesium kann die Wirkung von Insulin verbessern und sich so günstig auf den Blutzuckerspiegel auswirken. Sowohl präventiv zur Vermeidung der Zuckerkrankheit als auch bei bereits behandlungsbedürftigem Diabetes mellitus Typ 2 zeigen sich positive Effekte. Folgeprobleme wie Gefäß- und Nervenschäden an Augen und Nieren werden verhindert bzw. hinauszögert.

Kann der Tagesbedarf über die Ernährung nicht gedeckt werden, empfiehlt sich die tägliche Einnahme eines Magnesiumpräparates. Die Deckung der empfohlenen Tagesdosis erfolgt maßgeblich durch die Aufnahme des Körpers über die Darmwände (Resorption). Besser verträglich sind organische Magnesiumverbindungen wie Magnesiumcitrat und Magnesiumglycinat im Vergleich zu anorganischen Magnesiumverbindungen wie Magnesiumcarbonat, Magnesiumchlorid oder Magnesiumoxid. Achten Sie auf natürliche Produkte ohne Zusatz von Zucker oder Süßstoffen, die frei von Füllstoffen, Rieselhilfsstoffen und Farbstoffen sind.

Profitieren auch Sie von der effektiven Wirkung des Magnesiums!

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